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Am 9. Juni wird erneut gegen das hiesige Bildungssystem demonstriert. Wie im Jahr 2008 geht auch dieses Jahr die wesentliche Initiative von den Schüler_Innen aus, die mit viel Engagement und Energie gegen die Unzumutbarkeiten in ihrem Alltag kämpfen. Die soziale Auslese, die Elitenförderung und die unkritischen Lernformen und -inhalte, finden bereits in den Schulen ihren Ausdruck. mehr...
Als im Sommersemester 2009 der sogenannte Bildungsstreik stattfand, tauchte auch ein altes Mittel der außerparlamentrischen Bewegung wieder auf: Vollversammlungen dienten als alternative Formen der Entscheidungsfindung und als Ausgangspunkte von Protesten. Dass der "Bildungsstreik" zu einem derart dynamischen Prozess wurde, hatte viel mit den Bestrebungen zu tun "von Unten" (an der Basis) aktiv zu werden. So wurden in einzelnen Fachbereichen und an Fakultäten VV‘s organisiert. Die Basisgruppe Geschichte setzte die Verbindlichkeit der VV‘s exemplarisch um und organisierte sie erfolgreich bis in das jetztige Semester hinein. Die Erfolge können sich sehen lassen. Auch auf Fakultätsebene soll es nun weiter gehen... mehr...
Im Wintersemester 2009/2010 haben wir ein Autonomes Seminar zu "materialistischer Staatstheorie" organisiert. Wir haben gemeinsam versucht einen kritischen Begriff vom Staat zu entwickeln, der den aktuellen politischen Entwicklungen gerecht wird und die unterschiedlichen emanzipatorischen Debatten um den Staat berücksichtigt. Hier dokumentieren wir noch einmal den Einladungstext und weisen darauf hin, dass es möglicherweise im Wintersemester 2010/2011 wieder ein Autonomes Seminar geben wird. --- An den Staat werden aus unterschiedlichsten Richtungen Anforderungen gestellt. Sei es Sicherheit oder Eigentum zu garantieren, sozialen Ausgleich zu schaffen, den Klimawandel zu verhüten oder die Bürgerrechte zu schützen. Forderungen jedenfalls sind schnell gestellt. Die Frage wer oder was der Staat eigentlich ist scheint auf den ersten Blick klar. Bei näherer theoretischer Auseinandersetzung wird allerdings deutlich, dass es sehr unterschiedliche Staatsverständnisse gibt, die dann auch in unterschiedlichsten (politischen) Strategien aufgehen. In diesem Seminar wollen wir versuchen den Staat aus materialistischer Perspektive theoretisch zu fassen. Dabei sollen sowohl ältere Ansätze wie die von Marx und Engels, als auch aktuellere staatstheoretische Debatten abgehandelt werden, sowie die Frage nach der Notwendigkeit einer Staatskritik (u.a. aus feministischer Perspektive) aufgeworfen werden. mehr...
Das Antifee Festival findet im Juni 2010 zum vierten Mal in Folge in Göttingen statt. Es verbindet Kultur und Politik: an zwei Tagen gibt es Bands, Workshops, Vorträge, Diskussionsrunden, Kinderprogramm, Party und mehr...
Vor einigen Woche wurde eine Mitarbeiterin der sog. Ausländerbehörde im Café Kabale aufgrund ihrer Tätigkeit nicht bedient und des Lokals verwiesen. Sie sah sich dadurch dermaßen „diskriminiert“, dass sie es für angebracht hielt, darüber Beschwerde beim Ordnungsamt einzulegen. Ein paar Tage später erreichte das Kabale ein offizielles Schreiben, in dem von „Diskriminierung“ die Rede ist. Während der rassistische Alltag in Göttingen, die momentan laufenden und bevorstehenden Abschiebungen von Roma und die Konsequenzen für die Betroffenen kaum Erwähnung findet, schaffte es dieser „Vorfall“ nicht nur bis in die Kolumnen der lokalen Presse, sondern wurde sogar in überregionalen Tageszeitungen verhandelt. mehr...